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Netzpolitik? Mitmachen!

Nach einigem Hin-und-Her steht jetzt mit Adhocracy ein Tool für die Beteiligung der Netzgemeinde an der Internet-Enquetekommision des Bundestages zur Verfügung:

http://enquetebeteiligung.de/ (danke an RA Sebastian Dosch für den Hinweis)

Die Installation als “18. Sachverständiger” in einer Enquetekommission verspricht nicht, dass man dort großen Einfluß gewinnen kann – aber es ist ein interessanter Testlauf für die direktere Beteiligung der Netzpolitik im politischen Alltag. Deswegen ist es wichtig, dass ein breites Spektrum sich beteiligt und zu einem guten Ergebnis führt. Ich finde, dass auch die nicht-Netizens sich dort beteiligen sollten, schließlich kann niemand sagen, dass ihn Netzpolitik nix angeht:

Prinzipiell dafür, aber wenn es darum geht, diese Seite in der Zeitung oder im Fernsehen zu bewerben, bin ich absolut dagegen. Fast jeder, der sich mit Netzpolitik einigermaßen auseinandersetzt, wird über die einschlägigen Blogs bereits von Adhocracy und der Enquete gehört haben. Man möge mir die etwas härtere Formulierung verzeihen, aber ausschließliche Zeitungsleser, Fernsehgucker und Internetausdrucker sind nun wirklich nicht die Zielgruppe dieser Veranstaltung hier.

Simon Hirscher unter https://demokratie.enquetebeteiligung.de/proposal/310-Transparenz_bewerben#c1210

Kommentare und das nofollow-Attribut

Ich benutze jetzt das Plugin “nofollow-free“, was dafür sorgt, dass die Links aus diesem Blog (auch aus den Kommentaren) ohne das “nofollow” Attribut ausgeliefert werden.

Hintergrund: Suchmaschinen wie Google bewerten bei den Webpages auch, wie viele andere Seiten verlinken. Jeder Link vererbt einen Teil der Reputation der Ausgangsseite. Das hat zu Kommentar-Spam geführt, weil irgendwelche unsinnigen Kommentare gepostet wurden, um Backlinks zu bekommen. Mit nofollow sagt man Google&Co, daß es zwar einen Link gibt, der aber nicht gezählt werden soll. Theoretisch ist man damit das Spam-Problem los. Praktisch leider auch die gute Google-Bewertung aufgrund vieler Links innerhalb der Blogosphäre. Während es bei Projekten wie der Wikipedia unmöglich ist, alle Links zu kontrollieren, schaffe ich das bei meinem Hobby-Blog gerade noch. Und gegen den Spam hilft ein anderes Plugin: “Akismet”…

Allgemeine Anzeigepflicht (Frage zuTP: Pontifikale Geheimnisse)

Gestolpert bin ich über folgende Aussagen zum Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche:

Die staatliche Justiz bleibt so erst mal außen vor. Dies widerspricht nicht nur dem geltenden Recht in Deutschland, das auch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem staatlichen Recht unterstellt, sondern auch der UN-Kinderrechtskonvention.
[...]
Dies betrifft auch Artikel 332c des Strafrechts allgemein, wonach jemand, der von einer unzüchtigen Handlung Kenntnis erlangt, dem Opfer zu helfen hat und die Straftat der Polizei oder dem Staatsanwalt anzuzeigen hat.

viaTP: Pontifikale Geheimnisse.

Ich bin bislange eben von keiner allgemeinen Anzeigepflicht von Straftaten ausgegangen. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sich so etwas aus einer Garantenstellung herleitet. Zweifle jedoch, dass man dann wirklich eine Strafanzeige machen muss – wenn dann eher “geeignete Maßnahmen”, die gerade die Kirche ja auch ohne den Staat ergreifen kann (versetzung in einen nicht-gefährdeten Bereich, Therapie, Begleitung…). Was meinen die Strafrechtler ?

Mitmachen!

Zu den 17 Experten der gestern vom Bundestag eingesetzten Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” werde ein 18. Experte hinzugedacht, sagte Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer. “Das sind die Menschen im Netz, die sich aktiv beteiligen sollen.”

viaheise online – Nutzer sollen an Internet-Kommission teilnehmen.

Das sollte ein Aufruf zum Graswurzel-Lobbyismus werden -> scheitert aktuell daran, dass es zwar jede Menge Schlagwörter (Blogs,WebTV,Wiki…) gibt aber noch keine konkreten Pläne

Kommentarfunktion

Nachdem sich ein Leser über die Moderation beklagt hat – und ein anderer völlig richtigerweise festgestellt hat das es doch Zensur ist habe ich die Standardeinstellung geändert.

Dieser Eintrag ist der erste mit “offenen” Kommentaren. Ich werde allerdings kommentare nach folgendem Maßtab löschen: Alles was mir als Rechtswidrig vorkommt (Beleidigungen, erkennbar unwahre Tatsachenbehauptungen…) – lasse mich auch gerne von dritter Seite auf sowas hinweisen und SPAM…

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