Gesundheit/Personal
Verhältnisbezogene Maßnahmen in Gesundheitsmanagement
Prävention kann so einfach sein: Eine Langzeitstudie belegt, dass ein wenig Lob vom Chef zur rechten Zeit hilft, Stresserkrankungen zu vermeiden.
viaGesundheit am Arbeitsplatz: Vorgesetzte können Burnout verhindern – Capital.
Einem Chef, der nach dem Motto “Nicht geschimpft ist genug gelobt” lebt, so etwas beizubringen, ist natürlich schwierig.
Für den Einstieg in das Gesundheitsmanagement empfehlen sich daher die verhaltensbezogenen Maßnahmen (wie Bewegungs- und Ernährungsangebote) , auch wenn diese mitunter als Wellness-Häppchen abqualifiziert werden.Genauso interessant:
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Wozu Gesundheitsmanagement
Eine beliebte Frage – wozu soll man Gesundheitsmanagement machen? Wohlfühlkurse auf Kosten des Arbeitgebers in der Krise? Lohnt sich das überhaupt für die Firma? Die Mitarbeiter sollen produzieren und es sich nicht gutgehen lassen – dafür gibt es doch Erholungsurlaub!
Solchen Vorurteilen begegnet mal leider häufig. Das Land Baden-Württemberg hat eine eindeutige Entscheidung getroffen (die sechs Millionen Euro sind mit der größte Betrag, der im Rahmen der Dienstrechtsreform locker gemacht wird):
„Demografische und finanzpolitische Erwägungen machen die Anhebung der Pensionsaltersgrenzen und ein Anreizsystem für mehr freiwillige Weiterarbeit unabdingbar. Zugleich will die Landesregierung aber die berufliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dauer erhalten und investiert gezielt in ihre Gesundheit. Ab dem Jahr 2011 stellen wir für das Gesundheitsmanagement zusätzliche sechs Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung“, betonten Sozialministerin Dr. Monika Stolz und Finanzminister Stächele.
Mit dem vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren erarbeiteten Orientierungsrahmen für ein Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung „möchten wir Wege aufzeigen, wie Gesundheitsprävention für die Bediensteten nachhaltig betrieben werden kann“, erläuterte Stolz. Empfohlen werde ein nachhaltiges Verfahren zur Institutionalisierung und Verstetigung der Gesundheitsförderung. Inhaltlich sollen mit Blick auf die unterschiedlichen Arbeitswelten in den Landeseinrichtungen keine starren Vorgaben gemacht werden. „Vielmehr ist es erforderlich, dass die jeweiligen Ressorts passgenaue Angebote z. B. für die Polizei, Lehrberufe oder Verwaltungstätigkeiten schaffen“, bekräftigte Stolz.
viaLandesportal Baden-Württemberg: Entwurf eines Dienstrechtsreformgesetzes vorgelegt.
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0Befristete Arbeitsverhältnisse und der öffentliche Dienst
Ich habe schon einmal die Vermutung geäußert, dass auch besonderer Kündigungsschutz umgangen wird – und je stärker der Arbeitnehmer geschützt ist, desto stärker ist der Druck, Umgehungslösungen zu finden. Eine davon ist sicher Mobbing in jedweder Form – dann geht der Mitarbeiter freiwillig. Oder es beginnt die beschriebene Suche nach Gründen für eine außerordentliche Kündigung.
Der öffentliche Dienst hat traditionell einen starken Kündigungsschutz – wer die Probezeit übersteht bleibt bis zur Rente. Das hat sicher nicht (nur) mit den Tarifverträgen, sondern auch mit Strukturen zu tun. Aber auch hier findet sich eine Umgehungslösung:
Die Analysen des Mikrozensus 2008 zeigen auch, dass befristete Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst im Vergleich zur Privatwirtschaft besonders weit verbreitet sind. In der Altersstufe der 25- bis unter 30-Jährigen sind über die Hälfte der Männer und mehr als ein Drittel der Frauen in befristeten Arbeitsverhältnissen. Bei den 30- bis 35-jährigen Männern sind es immer noch knapp ein Drittel und bei den Frauen ein Viertel. Grundsätzlich bietet der öffentliche Dienst zwar eine höhere Arbeitsplatzsicherheit als die Privatwirtschaft, gerade für Berufseinsteiger ist dies häufig jedoch nicht der Fall.
Im öffentlichen Dienst ist – nach dem IAB Betriebspanel für das 1. Halbjahr 2006 – bei Neueinstellungen die Befristung die Regel. 67 % der Neueinstellungen erfolgen im öffentlichen Dienst befristet. Nur im Bereich der sozialen Dienstleistungen sind befristete Neueinstellungen mit 64 % ähnlich häufig. Im Produzierenden Gewerbe liegt der Anteil bei 40 %. Im Dienstleistungssektor (ohne soziale Dienstleistungen) zwischen 38 % und 35 %. Die Übernahmequoten aus befristeter Beschäftigung sind im öffentlichen Dienst mit 24 % ebenfalls sehr gering. Im Produzierenden Gewerbe kann ein befristet Beschäftigter zum Beispiel zu 59 % mit einer Übernahme rechnen. Vgl. IAB-Forum 1/2008.
Mein persönliches Fazit dazu: der bessere Schutz (insbesondere für die Mitarbeiter, die schon länger dabei sind) führt zu einer Verschlechterung der Bedingungen (insbesondere für Neueinsteiger). Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es kein Spaß ist, befristet beschäftigt zu sein. Eine Studie belegt das sogar:
Ihre Zeit ist abgelaufen: Sie können gehen!
Das sind Worte, an die befristet beschäftigte Arbeitnehmer mit Schrecken denken. Focus online berichtet, dass sich nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung mehr als die Hälfte der befristet beschäftigten Arbeitnehmer psychisch unter Druck gesetzt fühlen. Die Unsicherheit über die Zukunft des Arbeitsverhältnisses zehrt an ihren Nerven.
Quelle: Betriebsrat Blog | ifb – Institut zur Fortbildung von Betriebsräten.
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0Im Fitnesstudio
Zwei junge Damen, beide ausgesprochen schlank:
Blondine: “Ich bin meiner Bikinifigur kein bisschen nähergekommen – konnte sechs Wochen nicht trainieren und habe kein bisschen abgenommen!”
Brünette:”Man sieht gar nicht, dass du zugenommen hast. Ich bin meiner Bikinifigur nähergekommen. Ich habe 2 Kilo zugenommen – und sehe schon viel gesünder aus”
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01979 – ein ganz besonderes Jahr
Mein Geburtsjahr scheint eine ganz magische Grenze zu sein. Zum Einen zwischen der Generation X und der Generation Y.
- Die vierte Generation ist die Generation Y bzw. Millennials (Jahrgänge 1979-2000). Sie wurde vom Golfkrieg, den neuen Medien (Internet, Handy) und von 9/11 geprägt. Als Kinder wuchsen sie behütet auf und gingen brav in Sport- und Musikvereine. Lange kannten Sie keinen anderen Kanzler als Helmut Kohl und der ewige Papst hieß Johannes Paul II. Auffallend ist, dass diese Generation besonders multi-tasking fähig ist: telefonieren, fernsehen und zugleich noch im Internet surfen ist bei Ihnen Alltag. Eine gesunde Mischung aus Arbeit und Freizeit ist ihnen wichtig. Ebenso zeichnet sie ein pragmatischer Egoismus aus. Wie die Babyboomer auch, gelten die Vertreter der Generation Y als besonders teamfähig.
Die Abgrenzung stimmt mit meiner eigenen Erfahrung überein. Die Generation X davor hat als prägendes Erlebniss den NATO-Doppelbeschluss und den Mauerfall. Den Doppelbeschluss habe ich nicht bewusst mitbekommen – und der Mauerfall kam, bevor ich die Trennung von Ost und West wirklich in seiner Gänze realisiert hatte.
Hier wird die Grenze der “digital Natives – Generation Internet” bei dem Geburtsjahrgang 1980 gezogen, ich habe aber auch schon das Jahr 1979 gelesen. Ich gehöre in beiden Fällen zu den digitalen Immigranten. Ich habe Schule und Studium auf Papierbasis bestritten. Der Computer war zwar (zunehmend) präsent, aber die Arbeit am PC ist meist doch eine Adaption von Papierarbeit…
Ich kann nur jedem raten, sich über das Zusammenleben der Generationen Gedanken zu machen. Nicht nur im öffentlichen Dienst wird in den nächsten Jahren die alte Garde in Rente gehen – diese Leute müssen ersetzt werden. Welche Generation kann das leisten? Wie wird der Übergang halbwegs reibungslos erfolgen?
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0Halbwertszeiten
Zu Jahresanfang war in meinem Fitnesstudio eine (fast ständiger) großer Betrieb zu verzeichnen. Es war (noch) nicht so, dass man Wartezeiten an den Geräten hat oder ähnliche unangenehme Nebenwirkungen – sondern einfach nur gut voll.
Ich hatte mal nachgefragt, welche Mitgliederwerbeaktion so einen Durchschlagenden Erfolg hatte. Antwort: “Das ist jedes Jahr so, die Halbwertszeit beträgt etwa fünf Wochen”, jetzt weis ich auch, warum die Verträge mit der kurzen Kündigungsfrist so deutlich teurer sind…
Inzwischen sind die ersten fünf Wochen rum – das mit der Halbwertszeit stimmt nur fast, ich würde bei den Neumitgliedern eher von Viertelwertszeit sprechen…
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