Bewaffneter Polizist – in nur 11 Tagen
Der SWR hat über eine etwas andere Freizeitgestaltung berichtet:
Als Voraussetzung für den Dienst mit der Waffe reichen ein polizeiliches Führungszeugnis und die Teilnahme an einer zweiwöchigen Ausbildung – von den Grundlagen der Personen-kontrolle bis zum Schießtraining. So schnell werden in Baden-Württemberg aus ganz normalen Bürgern Polizisten. Eine bundesweit einmalige Sonderbestimmung im Landes-Polizeigesetz aus der Zeit des Kalten Krieges macht es möglich. Mittlerweile sind mehr als eintausend sogenannte Polizei-freiwillige unterwegs. Für die Landesregierung stellen sie eine willkommene Verstärkung der hauptberuflichen Beamten dar.
Quelle: SWR-Schlaglicht
Gut fand ich den ersten Lehrsatz der Schusswaffenausbildung “Den Schuss, der den Lauf verlassen habt, holt ihr nicht mehr zurück“.
Abgesehen von der Dienstwaffe haben die Freiwilligen die Rechtsstellung eines normalen Polizeivollzugsbeamten. Das Fazit der Reportage – und der anderen Berichte – ist recht eindeutig: Die Freiwilligen können einen Polizisten nicht ersetzen. Da es von ihnen aber zu wenige gibt ist es besser, einen Freiwilligen im Tandem mit einem Berufspolizisten auf der Straße zu haben als Niemanden.
Laut Wikipedia findet sich etwas Ähnliches auch in Hessen, Bayern und Sachsen, nur gibt es dort eine deutlichere Abgrenzung zu der regulären Polizei.
Übrigens, wer etwas Gutes für die Gemeinschaft tun will muss sich dafür nicht anpöbeln und evtl. verprügeln lassen. Es gibt auch noch das Deutsche Rote Kreuz, die Tafeln, die Kirche und viele andere Organisationen, die händeringend nach Ehrenamtlichen suchen…
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Na prima: Die sinnvolle Arbeitsteilung einer Zweierstreife lautet: Einer redet, der andere sichert. Entweder der Hiwi redet anstelle eines erfahrenen Beamten, was die Qualität der Arbeit naheliegenderweise mindert. Oder der Hiwi sichert, wobei er sowohl den Beamten als auch das polizeiliche Gegenüber gefährdet. Von beidem ist abzuraten.
Stand auch mal in einem anderen Artikel, wenn der Polizeibeamte recht jung ist, der Freiwillige aber schon deutlich älter wird der Ältere eher als Ansprechpartner/Respektsperson/Chef gesehen – und das sorgt wohl öfters mal für Knatsch…