Wozu Gesundheitsmanagement
Eine beliebte Frage – wozu soll man Gesundheitsmanagement machen? Wohlfühlkurse auf Kosten des Arbeitgebers in der Krise? Lohnt sich das überhaupt für die Firma? Die Mitarbeiter sollen produzieren und es sich nicht gutgehen lassen – dafür gibt es doch Erholungsurlaub!
Solchen Vorurteilen begegnet mal leider häufig. Das Land Baden-Württemberg hat eine eindeutige Entscheidung getroffen (die sechs Millionen Euro sind mit der größte Betrag, der im Rahmen der Dienstrechtsreform locker gemacht wird):
„Demografische und finanzpolitische Erwägungen machen die Anhebung der Pensionsaltersgrenzen und ein Anreizsystem für mehr freiwillige Weiterarbeit unabdingbar. Zugleich will die Landesregierung aber die berufliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dauer erhalten und investiert gezielt in ihre Gesundheit. Ab dem Jahr 2011 stellen wir für das Gesundheitsmanagement zusätzliche sechs Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung“, betonten Sozialministerin Dr. Monika Stolz und Finanzminister Stächele.
Mit dem vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren erarbeiteten Orientierungsrahmen für ein Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung „möchten wir Wege aufzeigen, wie Gesundheitsprävention für die Bediensteten nachhaltig betrieben werden kann“, erläuterte Stolz. Empfohlen werde ein nachhaltiges Verfahren zur Institutionalisierung und Verstetigung der Gesundheitsförderung. Inhaltlich sollen mit Blick auf die unterschiedlichen Arbeitswelten in den Landeseinrichtungen keine starren Vorgaben gemacht werden. „Vielmehr ist es erforderlich, dass die jeweiligen Ressorts passgenaue Angebote z. B. für die Polizei, Lehrberufe oder Verwaltungstätigkeiten schaffen“, bekräftigte Stolz.
viaLandesportal Baden-Württemberg: Entwurf eines Dienstrechtsreformgesetzes vorgelegt.
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